Abschaffung der Anwesenheitskontrollen auf Antrag der Gremienliste Offene Linke an der HU Berlin (OL HU)
Der Akademische Senat (AS) hat gerade mit großer Mehrheit der Abschaffung der Anwesenheitskontrollen auf Antrag der Studierenden zugestimmt. Damit ist die umstrittende Regelung, die 2007 in die Allgemeine Satzung für Studien- und Prüfungsordnung aufgenommen wurde, endgültig Geschichte.
Der Wortlaut des beschlossenen Antrages der OL HU: "Anwesenheitskontrollen finden nicht statt." Mit dieser unmissverständlichen Formulierung wollten die Studierenden Spitzfindigkeiten vermeiden, wie sie derzeit praktiziert werden. Diese Regelung schließt auch die sog. Anwesenheitsersatzleistungen wie z.B. zusätzliche Klausuren mit ein.
Allerdings ist die Anwesenheitskontrolle rechtlich noch nicht ausgeräumt, da die Änderung der Allgemeinen Satzung für Studien- und Prüfungsangelegenheiten (ASSP) erst von der Senatsverwaltung als Rechtsaufsichtsbehörde bestätigt werden muss. Um endgültige Rechtskraft zu erlangen, wird sie noch im Amtlichen Mitteilungsblatt der HU veröffentlicht.
Nach der Erfahrung der OL HU dauert das zwei bis drei Monate, so dass die Regelungen vermutlich erst zum kommenden Wintersemester greifen wird. Allerdings liegt es im Ermessen der Dozierenden Anwesenheitskontrollen, im Hinblick auf den heute gefassten Beschluss des AS, schon jetzt auszusetzen.
KOMMT ZUR VOLLVERSAMMLUNG
Der StuRa lädt alle interessierten StudentInnen, MitarbeiterInnen und ProfessorInnen zur zweiten Vollversammlung in diesem Semester ein. Diese findet am kommenden Donnerstag, den 08.07. um 16.40 Uhr im POT 81 statt.
Dabei werden wir Euch über aktuelle hochschulpolitische Entwicklungen informieren, einen Ausblick geben, was Euch im kommenden WS 2010/11 erwartet, aber auch einige zurückliegende Veranstaltungen noch einmal Revue passieren lassen bzw. auswerten.
Folgende Themen sollen vorgestellt werden:
Der neue Rektor der TU Dresden: Mit 26 Ja-Stimmen gegenüber 16 Nein-Stimmen bzw. einer Enthaltung hat sich Prof. Hans Müller-Steinhagen von der Universität Stuttgart gegen die Mitbewerber durchgesetzt. Wie informieren Euch, wie der Wahlprozess überhaupt abgelaufen ist und was wir vom neuen Oberhaupt der TU zu erwarten haben.
Erweiterung des Semestertickets: Dessen Gültigkeitsbereich wird auf das gesamte sächsische Schienennetz der DB Regio (ausgenommen Schmalspurbahnen) ausgeweitet. Die Erweiterung gilt für drei Jahre vom Wintersemester 2010/11 an. Damit einher geht aber auch eine Erhöhung der Kosten für das Semesterticket auf 33,90 EUR.
Das neue Referat Studierende mit Kind: Diese wurde am am 29.04. eingerichtet, um die Zusammenarbeit mit dem Campusbüro zu verbessern und ist seit dem 20.05. durch Diana-Victoria Menzel besetzt. Sie ist selbst Mutter und möchte sich vor allem dafür einsetzen, ein Teilzeitstudium in möglichst vielen Studiengängen zu ermöglichen.
Proteste gegen die Kürzungen im Bildungsbereich: Seit einiger Zeit plant die Sächsische Landesregierung Einsparungen im Bildungs- und Jugendbereich. Diese würden sich z.B. in einem Wegfall von Tutorien und Honorardozenten zeigen. Schon heute liegen die Ausgaben des Freistaats mit 6.676 EUR pro Student/in deutlich unter dem Durchschnitt der Bundesländer (7.272 EUR). Der StuRa hatte, zusammen mit anderen sächsischen Studierendenräten und der Konferenz sächsischer Studierendenschaften (KSS) sowie verschiedenen Bildungsverbänden und Vertretern/innen der Hochschulen, zu umfangreichen Demonstration gegen die geplanten Einschnitte mobilisiert. Weitere sollen folgen.
Auswertung "open: campus": Die Idee zum alternative Diskussionsplattform entstand im vergangenen Jahr während des Bildungsstreiks. Zuletzt lockten vor allem die Fußballübertragungen viele StudentInnen in das rote Zirkuszeit hinterm HSZ. Wir möchten mit Euch gemeinsam auswerten, welche Erkentnisse aus dem "open: campus" gewonnen werden konnten und wie das Konzept in Zukunft gestaltet werden soll.
Exzellenzinitiative: Sie soll der Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen dienen und ist selbst das Ergebnis langwieriger Verhandlungen zwischen dem Bund und den Ländern. Ziel ist es, Spitzenforschung zu fördern und damit den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken. Zusätzliche Mittel für die Lehre werden hingegen nicht bereitgestellt. Die TU Dresden bewirbt sich nun in zweiter Runde erneut.
Qualitätssicherungskonzept der TU: Die Qualitätssicherung und -verbesserung der Aufgabenerfüllung aller Mitglieder und Angehörigen der TU Dresden umfasst die Evaluation von Studiengängen (Lehrevaluation) und institutionellen Einheiten (institutionelle Evaluation) sowie die Evaluation der Forschung. Daraus sollen etwa Maßnahmen der Mittelzuweisung abgeleitet werden. Die TU Dresden hat dafür ein neues Konzept erhalten, welches wir Euch vorstellen möchten.
Die Ringvorlesung Geschichtspolitik und Erinnerungskultur: Diese wurde vom Referat politische Bildung des StuRa und den politischen Hochschulgruppen gemeinsam organisiert und beschäftigte sich mit Fragen der Interpretation und Darstellung historischer Ereignisse sowie Abläufe, auch im Lichte späterer gesellschaftlicher Strömungen. Wie blicken zurück auf die einzelnen Veranstaltungen und sammeln Ideen für das nächste Jahr.
Am Mittwoch protestierten 10 000 Menschen gegen die Kürzungspläne der Schwarz-Gelben Regierung. Es gab drei Demozüge, die sich alle vor dem Landtag trafen. Die Studierenden trafen sich um 13 Uhr vor der HTW und zogen gemeinsam über den Hauptbahnhof, Carolabrücke, Augustusbrücke zum Landtag.
Aich Die Linke.SDS aus Leipzig und Dresden beteiligten sich mit einem großen Aufgebot an Demonstranten und setzten ein Zeichnen gegen Bildungs- und Sozialabbau!
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Mehr:
Blutspendeaktion in der WIR AG
Am 31.5. findet von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr eine Blutspendeaktion in Zusammenarbeit mit dem DRK statt in der Wir AG, dem offenen Abgeordnetenbüro auf der Martin-Luther-Straße. Organisiert wird dies von der linksjugend Dresden.
Für Snacks und Getränke ist gesorgt.
12.05.2010 Workshop: "Liebe Macht Blind"
Sei es Geschlecht, Ethnie, Kapital, Klasse, Nation, Habitus, Sexualität oder auch Behinderung... sämtliche dieser Phänomene sind Bestandteil von Machtstrukturen, die unserem gesamten Leben Struktur und uns persönlich damit auch Halt geben. Sie durchziehen unseren Beruf, unser Privatleben, unseren Alltag wie ein Pilzgeflecht das Erdreich. Inwieweit passen in dieses allgegenwärtige Phänomen "Macht" auch Beziehungen, Liebe und Partnerschaften? Wie könnten Alternativen zur traditionellen Ehe aussehen und welche Auswirkungen haben sie auf klassische Machtstrukturen? Kann man Liebe ohne Macht denken? Gibt es gleichberechtigte Partnerschaften? In einem kurzen Workshop von ca. 2 Stunden soll versucht werden, diesen Fragen gemeinsam auf den Grund zu gehen und die Begriffe "Macht" und "Liebe" zu einander ins Verhältnis zu setzen. Dabei werden bei Bedarf auch Nebenschauplätze besucht. Sicherlich wird man dabei letzten Endes keine gemeinsame Position finden, sondern man riskiert lediglich einen kleinen Blick über den Tellerrand.
Referent_in: Lausi (alias Tobias Lauszat), Studiert an der TU Dortmund Informatik mit Nebenfach gender studies. Darüber hinaus ist sie als gender- und diversity-Berater_in in der Hochschullandschaft unterwegs.
Mi, 6. DS 16.40-18.10 Uhr, Stura Baracke
Anmeldung: Aufgrund begrenzter Teilnahmezahl wird um eine Anmeldung zum Workshop bis zum 7. Mai per Email an: gleichstellung@stura.tu-dresden.de gebeten.